Archive for the ‘Be-Merken-swert’ Category

Be-Merken-swert am 29. Juni 2010

29. Juni 2010

  • Nach den plitischen Kämpfen zwischen den Rot- und Gelbhemden im Mai 2010 in Thailand, stellt Nielsen ein verändertes Mediennutzungsverhalten in dem asiatischen Land fest. In dieser Zeit stieg das Bedürfnis nach innenploitischen Informationen, weshalb die Fernseh- und Radionutzung deutlich höher war. via Jonathan Russell
  • Aktionismus mit Wirkung: Zwei Besucher des Live-Rahmenprogramms zum WM-Spiel Kamerun gegen Niederlande nutzten die Übertragung zur Kritik am ausstrahlenden Sender RTL.
  • Wie time.com und politico.com das Interesse der Bürger höher einschätzten als die Rechte des Urhebers, zeigt der New York Times-Beitrag über den Scoop des Magazins „Rolling Stone“ über den General a.D Stanley A. McChrystal und die Verbreitung der Geschichte.
  • Die BBC News-Internetseiten schicken viele Nutzer auch auf Angebote von britischen Pressehäusern, berichtet Guardian.
  • Alte Medienmarken verlieren im Kanal Internet an Strahlkraft und verzeichnen sinkende Nutzerzahlen.

Be-Merken-swert am 26. Juni 2010

26. Juni 2010

  • Das unsegliche Remake von Tony Scott mit John Travolta und Denzel Washington findet zu recht keine Beachtung in Steve Saragossis Text über das Original von 1974: „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3“ aka „The Taking on Pelham One Two Three“ ist immer noch sehenswert, der Text beschreibt die Hintergründe der United Artists-Filmproduktion.
  • Bombastisch. Provokant. Up-to-date. So lässt sich der Teaser-Trailer zu David Finchers Film „The Social Network“ lesen. Der Film hat seinen Kinostart in Deutschland am 14. Oktober 2010 und basiert auf dem Buch “ The Accidental Billionaires“ von Ben Mezrich. Allen dürfte klar sein, dass dieser die Gründungsgeschichte von Facebook und seinem Macher Mark Zuckerberg beschrieb.
  • via @leanderwattig wurde ich auf den Text von Don Alphonso aufmerksam. Kernthese: Leser lassen sich weder von Blogs, noch von den etablierten Inhalteanbietern die Rezeptions- und Diskussionsgeschwindigkeit aufdrücken.
  • Jetzt doch. Peter Jackson übernimmt die Regie der beiden „The Hobbit“-Filme nachdem Guillermo del Toro aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten des einen Filmfinanziers Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) aus dem Projekt ausstieg.
  • Aussage gegen Aussage. David gegen Goliath. Doch ist die Geschäftsbeziehung zwischen dem Kleinverlag Ennstaler und der Buchhandlungskette Thalia sympthomatisch für das Machtungleichgewicht im deutschen Buchhandel.
  • Diskussionsnachtrag zum Kampf Blogger Michael Seemann vs. Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Die FAZ hat sich absolut korrekt verhalten. Sie konnte gar nicht anders.“
  • Da Deutschland morgen gegen England im Fussball-Weltmeisterschafts Achtelfinale spielt, passt „Die Nacht der lebenden Idioten“ wunderbar. Das erste Lied ist übrigens von Stereo Total-Sängerin Francoise Cactus.

Be-Merken-swert am 25. Juni 2010

25. Juni 2010

  • Wie die „Welt Kompakt“-Ausgabe vom 1. Juli 2010 aussehen wird, dem Tag nach der Bundespräsidentenwahl, kann ja bekanntlich nicht gesagt werden. Denn egal ob Christian Wulff oder Joachim Gauck gewählt wird: Wer sich an diesem Tag die Tabloidausgabe der „großen“ Welt kauft, wird den Wahlausgang schon kennen und mehr auf das sogenannte Experiment der Redaktion schielen. Denn Bloggern übernehmen für einen Tag die „Herrschaft“ und werden dafür nicht entlohnt. Meine Prognose: Einmaliges PR-Experiment ohne Lernerfolg für diejenigen, die die Ausgaben ab dem 2. Juli 2010 erstellen.
  • Viel länger als es Welt Kompakt wohl jemals tun wird, bedient sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) bei den Schreibkünsten bekannter deutscher Blogger. Gestern kam es dabei zum „Clash“ – doofes Wort übrigens dafür -, weil einer der Autoren Mist baute (Stichwort: Urheberrecht) und sein Blog danach komplett geschlossen wurde. Ein Aufschrei der Entrüstung geht durch Deutschland. Oder auch nicht.
  • Was wir alle schon wussten, wird von Der Zeit bestätigt: Germany´s next Topmodel (GNTM) ist eine Gelddruckmaschine der ProSiebenSat1 Media AG und wer wirklich als Model/ Sänger/ Politiker arbeiten möchte, kann es auch ohne die Teilnahme an einer Castingshow schaffen.
  • Was sind Subventionen und wie grenzt man selbige gegenüber „normalen“ Staatsausgaben ab. Keine ausführliche Antwort, aber der Hinweis darauf, dass Forschungsergebnisse zu diskutieren sind und nicht nur nachgeplappert werden sollen.
  • Man kann es nicht oft genug wiederholen: „Nehmt die Nutzer ernst“; und andere Forderungen an den Journalismus.
  • Zum Abschluss noch eine OECD-Studie zur Veränderung der Mediennutzung durch das Internet. Interessant dabei ist, dass die Deutsche Presse im weltweiten Vergleich nicht zu den größten Verlierern hinsichtlich der Leser- und Umsatzzahlen gehört.

Wie kann der Horizont erweitert werden?

25. Juni 2010

Die eigene Mediennutzung im Internet wäre ohne die aggregierenden Blogbeiträge von unterschiedlichen Autoren nicht mehr denkbar. Zu unübersichtlich wäre das gesamte Angebot an interessanten Texten, Videos, Podcasts etc., so dass vor allem die bekannten Marken (Spiegel Online als bestes Beispiel) aus Zeitgründen angesteuert würden. Diese helfen aber nur ungenügend, neue Seiten, Themen, Diskussionen und Meinungen zu entdecken. Vor allem wenn ein und der selbe Text auf unterschiedlichen Internetseiten eines Verlages erscheinen.

Zum Beginn einer eigenen Rubrick mit lesenswerten Verweisen auf andere Internetangebote – Be-Merken-swert – werden einige Best Practice-Beispiele der Aggregation vorgestellt.

  • Beinahe als klassisch kann „6 vor 9“ genannt werden. Begonnen hat die werktägliche Vorstellung von sechs lesenswerten Beiträgen auf medienlese.com. Nachdem der Blog geschlossen wurde und trotz eines regen Interesses der Leser nicht eigenständig weitergeführt werden konnte, bekam „6 vor 9“ ein neues Zuhause auf bildblog.de. Auf einen Greifswalder Blog wurde sogar schon einmal hingewiesen.
  • Auf leanderwattig.de werden wöchentlich Links gesammelt, deren Fokus stark auf den Handel mit Unterhaltungsgütern im Internet liegt.
  • Auch Jörg Wittkewitz verteilt Links auf lesenswerte Artikel.
  • Als letztes Beispiel darf Peter Turis Angebot turi2.de nicht fehlen. Zweimal täglich wird vieles und nicht alles aus und über die Medienbranche zusammengefasst. Teilweise lässt die Verlinkungspolitik aber zu Wünschen übrig, denn auf kostenpflichtige Angebote hinzuweisen, ist unnötig.