Cannes 2009: Die Wettbewerbsfilme

23. April 2009

Am heutigen Donnerstag gaben die Veranstalter der Filmfestspiele von Cannes ihr Line-Up bekannt. Ein Beitrag – „Inglourious Basterds“ von Quentin Tarantino – stand schon einige Zeit fest. Die restlichen 19 Filme sind unten aufgeführt. Bei einigen der um die „Goldene Palme“ kämpfenden Werke steht eine Auswertung in Deutschland schon fest und wird erwähnt.

Die Wettbewerbsfilme

  • Broken Embraces“ (Originaltitel: „Los abrazos rotos“) vom spanischen Regisseur Pedro Almodovar, der mit diesem Film zum fünften Mal mit Penelope Cruz zusammenarbeitet. Dessen Filme „Alles über meine Mutter“ und „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ gehören zu meinen Favoritten des Filmemachers. Produziert wird der Film von Almodovars Produktionsfirma El Deseo S.A. und der spanischen Dependence der Universal International Pictures, die zu Universal Pictures gehört. Dessen Arthous-Label Focus Features ist dann auch für den internationalen Verkauf der Rechte verantwortlich. In Deutschland erwarb Tobis alle Verwertungsrechte, in den USA vertreibt Sony Pictures Classical den Film und in Almodovars Heimat darf zum wiederholten Mal Warner Sogefilms den Vertrieb übernehmen. „Gelöste Umarmungen“ lautet der deutsche Titel und kommt am 6. August in die Kinos.
  • „Fish Tank“ von Regisseurin Andrea Arnold mit Michael Fassbender (quällte sich in „Hunger“ von Steve McQueen) in der Hauptrolle. Die britisch-niederländische Ko-Produktion. Ein deutscher Verleih steht noch nicht fest. Artificial Eye, ein in den USA und GB aktiver Arthouse-Verleih, kaufte mit „Fish Tank“ erstmals einen Film vor einer Vorführung für Filmverleiher. Dies wird als pre buy bezeichnet.
  • Un Prophete“ von Jacques Audiard. Als Drehbuchautor schrieb er 1981 Jean Paul Belmondo die Hauptrolle in „Der Profi“ auf den Leib. Audiards 155 Minuten langer Wettbewerbsbeitrag wird von Celluloid Dreams weltweit vertrieben. Bisher schlug noch kein deutsches Filmunternehmen zu und erwarb die Rechte für Kino, DVD, Fernsehen und … .
  • „Vincere“ von Marco Bellocchio, eine französisch-italienische Ko-Produktion. Zum sechsten Mal ist Bellocchio im Wettbewerb an der französischen Mittelmeerküste vertreten. Auch für diesen 13 Millionen Dollar teuren Film verkauft Celluloid Dreams – mit Ausnahme Italiens – weltweit alle Rechte. Ein deutscher Filmverleih fand sich bisher nicht.
  • „Bright Star“ von der regelmäßigen Cannes-Besucherin Jane Campion. Zweimal gewann Campion die Goldene Palme schon („An Exercise in Discipline – Peel“ – Bester Kurzfilm 1986; „The Piano„). Neben Almodovars „Gelöste Umarmungen“ ist dies der zweite von Tobis in die deutschen Kino gebrachte Film, der im Wettbewerb läuft. Kinostart ist der 8. Oktober 2009.
  • „À L´Origine“ von Xavier Giannoli. Der 150 Minuten lange Film mit Gerard Depardieu in der Hauptrolle wurde von Luc Bessons Europa Corp. produziert. Einen Filmverleiher für Deutschland gibt es noch nicht, aber Bessons Produktionsfirma arbeite in der Vergangenheit vor allem mit Tobis und Universum Film zusammen.
  • „Map of Sounds of Tokyo“ von der spanischen Regisseurin Isabel Coixet. Deren Filme „Elegy„, „Das geheime Leben der Worte“ und „Mein Leben ohne mich“ wurde ebenfalls von Tobis in Deutschland vertrieben. Ob das Berliner Verleihunternehmen auch an der Mediapro-Produktion die deutschen Rechte erwirbt, steht in den Sternen.
  • „The White Ribbon“ (Originaltitel: „Das weiße Band“) vom Österreicher Michael Haneke („Funny Games„, „Cache„, „Wolfszeit„, „Bennys Video„). Die Berliner X-Filme Creative Pool („Lola rennt“, „Das weiße Rauschen“) produzierte den neuesten Haneke mit. Deshalb darf diese den Film auch in die deutschen Kinos bringen. Finanzielle Unterstützung erhielt der 144 Minuten Film durch den Medienboard Berlin Brandenburg (MBB), der Mitteldeutsche Medienförderung (MDM), der Filmförderungsanstalt (FFA), dem europäischen Programm Eurimages, Minitraité (Fonds der FFA und der französischen CNC) und dem Deutsche Filmförderfond (DFFF).
  • „Taking Woodstock“ des taiwanesischen Regisseurs Ang Lee. Das diesjährige Line Up könnte auch unter dem Titel „Tobis ist der offizielle deutsche Filmverleih der Wettbewerbsfilme“ laufen, denn auch beim neuesten Lee-Film zeigt sich Tobis engagiert, die Zusammenarbeit mit dem Filmemacher weiterzuführen. Schon „Brokeback Mountain“ und „Gefahr und Begierde“ wurde von Tobis vertrieben. Grund dafür aber ist Lees Freundschaft mit James Schamus, seines Zeichens einer der Chefs von Focus Feautures und passionierter Drehbuchautor einiger Lee-Filme und Lehrkraft an Filmstudiengängen. „Taking Woodstock“ läuft ab dem 3. September in den Kinos.
  • „Looking for Eric“ von Ken Loach
  • „Spring Fever“ von Lou Ye
  • „Kinatay“ von Brillante Mendoza
  • „Enter the Void“ von Gaspar Noe
  • „Thirst“ von Park Chan-Wook
  • „Les Herbes Folles“ von Alain Resnais
  • „The Time That Remains“ von Elia Suleiman
  • „Inglourious Basterds“ von Quentin Tarantino
  • „Vengeance“ von Johnnie To
  • „Face“ von Tsai Ming-liang
  • „Antichrist“ von Lars Von Trier

Filmrezensionen zu „X-Men: Wolverine“

23. April 2009

Nach drei sehr erfolgreichen „X-Men“-Filmen kommt am 29. April der erste Spin-Off der Reihe in die deutschen Kinos. Als wenn Filmverleiher kein Vertrauen in Filmjournalisten und Fans haben, schränkt der deutsche Filmverleih 20th Century Fox die Berichterstattung kritische Besprechung des Films mit Hugh Jackmann, Ryan Reynolds und Liev Schreiber ein. (Mehr Informationen dazu beim Wortvogel.)

Unter folgenden Links werden – sobald die Artikel erschienen sind – professionelle Filmkritiken, journalistische Notizen, die stark durch die Pressearbeit des Verleihs gefärbt wirken können und Blog-Einträge zur Comicverfilmung aufgelistet. (Natürlich können Blog-Einträge auch professionell sein.)

  • Die erste Rezension des Films erschien am 2. April 2009. Der freie Kolumnist Roger Friedman beschrieb auf foxnews.com, wie einfach der Download der Arbeitsfassung des Films aus dem Internet war. Mit Wertungen hielt sich der frei Mitarbeiter der Nachrichtenwebsite zurück, wohlwissend dass sein Arbeitgeber zum Medienkonzern News Corp.  gehört, die mit 20th Century Fox auch für die Produktion und Distribution der Marvel-Verfilmung verantwortlich ist. Es folgte die sofortige Trennung von Friedmann, da dessen Beitrag werbenden Charakter für das illegale Downloaden sei. Friedmanns Kolumne ist nicht mehr verfügbar. Es folgten ausführliche Berichte über diesen Fall in verschiedenen Veröffentlichungen.
  • Nur indirekt geht der Berliner „Tagesspiegel“ am 21. April mit einem dpa-Artikel auf „Wolverine“ ein. Doch der zeitliche Zusammenhang zwischen dem Filmstart und dem Hände-und-Füsse-in-Beton-abdrücken vor dem Chinese Theater in Los Angelas ist nicht zufällig, da konstengünstige PR für den Film. Vorher zeigte Jackmann schon seine Ausdauerfähigkeiten im Beantworten unzähliger Fragen von Journalisten. Beispielsweise erschien am 18. April widerum im „Tagesspiegel“ ein belangloser Bericht über seinen PR-Auftritt in Berlin und ein Interview.

Vor „Fast & Furious“ kam „Der Kaufhaus Cop“

8. April 2009

Das letzte Kinowochenende im März zeigte keinerlei Überraschungen: „Der Kaufhaus Cop“ belegte den ersten Platz in den deutschen Filmtheatern und verkaufte insgesamt rund 471.000 Kinotickets. Der sich selbst spielende Mario Barth verlor rund 40 Prozent Zuschauer gegenüber der ersten Kinowoche und ist mit rund 1.284.000 Zuschauern der bisher erfolgreichste deutsche Film des Jahres 2009. Dafür kann man das Kinopuklikum aber nicht loben.

Interessant sind die Plätze drei und vier. Werden die Zuschauerzahlen berücksichtigt, steigt der Mädchenfilm „Prinzessin Lillifee“ als Neustart auf dem dritten Platz in den Kinocharts ein. Danny Boyles mehrfacher Oscargewinner „Slumdog Millionär“ verkaufte rund 43.000 Tickets weniger, doch muss man für das indische Märchen deutlich mehr Geld an der Kinokasse lassen. Mein lokales Kino schlug bei einer Länge von 120 Minuten gleich einen Überlängenaufschlag von 0,50 Euro auf den normalen Preis und außerdem werden Filme für Erwachsene eher zu späteren Stunden gesehen, weshalb auch der Ticketpreis höher ist.

Als phänomenal kann dann auch die Relation zwischen Einspielergebnis und Anzahl an Filmkopien bezeichnet werden. „Slumdog Millionär“ schafft mit deutlich weniger Kopien (270) höhere Einnahmen, als „Prizessin Lillifee“ (506 Filmkopien). Damit beweist Prokino ein gutes Gespür für die richtige Auswahl der bespielten Kinos, während Universum Film ihren Film breitmöglichst am Filmmarkt anbot.

Die erfolgreichsten Filme in deutschen Lichtspielhäusern vom 26. bis 29. März 2009.

  1. 471.000 Zuschauer – „Der Kaufhaus Cop“ (USA 2009) – Sony Pictures
  2. 413.000 Zuschauer – „Männersache“ (D 2009) – Constantin Film
  3. 285.000 Zuschauer – „Prizessin Lillifee“ (D 2009) – Universum Film
  4. 243.000 Zuschauer – „Slumdog Millionär“ (USA 2008) – Prokino
  5. 112.000 Zuschauer – „Der Vorleser“ (USA, D 2008) – Senator Film

Steven Soderberghs nächster No-Budget Film

2. April 2009

Steven Soderbergh ist ein Wandler zwischen den Welten. Auf der einen Seite bescherte uns der Filmemacher Gute-Laune-Kino wie Oceans Eleven bis Thirteen mit George Clooney, Brad Pitt und Co. und langweilte mit keinem weiteren Abenteuer der Räuber, da sich die filmische Umsetzung von Film zu Film veränderte. Auch die Elmore Leonard-Verfilmung „Out of Sight“ war intelligentes Hollywood-Kino und unterstrich schon 1998, dass der ehemalige „Emergency Room“-Star der geborene Nachfolger von Cary Grant ist.

Gemeinsam produzierten sie danach auch unzählige Filme, bis sich die Interessenlage der beiden Filmemacher deutlich auseinander bewegte. Clooney wollte neben seiner Arbeit vor einer Filmkamera weiterhin Filme produzieren, Soderbergh hingegen sah sich mehr als Filmemacher, denn als Produzent.

Auf der anderen Seite war und ist Steven Soderbergh einer der bekanntesten Filmemacher im sogenannten Independent-Milieu. Angefangen bei seinem Erstling „Sex, Lügen und Video“ über den kunstvollen B-Film „The Limey“ bis hin zu „Bubble“, schaffte der Regisseur finanziell günstige Filme, die durch seinen Namen einem größerem Publikum überhaupt erst interessant gemacht wurden.

Wirtschaftlich erfolgreich waren diese nicht unbedingt. Doch konnte es sich Soderbergh leisten, nach einer teuren Hollywood-Produktion, auch kleinere Filme zu drehen. Denn wer an Soderberghs Erfolgen Anteil haben möchte, verscherzt es sich mit dem Filmemacher nicht und finanziert dessen Ausflüge in die Nische des Kunst- und Low-Budget-Films gern.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Film „Full Frontal“ (2002). Soderbergh verpflichtete sich zu diesem Film gern, da die produzierende Miramax Films im Gegenzug den Abschluss von Godfrey Reggios Dokumentarfilm-Trilogie – „Naqoyqatsi“ ebenfalls aus dem Jahr 2002 – ebenfalls finanzierte. (Beschrieben wird dieser Deal in Peter Biskinds Down and Dirty Pictures. Miramax, Sundance, and the Rise of Independent Film: Robert Redford, Miramas and the Improbable Rise of Independent Film“.)

Als Mark Cuban und Todd Wagner einen Sechs-Filme-Vertrag mit Soderbergh abschlossen, revolutionierten die Inhaber einer Filmproduktionsfirma (2929 Productions), eines Filmverleihs (Magnolia Pictures), einer Kinokette (Landmark Theatres) und eines US-amerikanischen Satellitensenders (HDnet) das bisherige Geschäftsmodell im Filmgeschäft.

Ein Film wird in den unterschiedlichen Auswertungskanälen nacheinander gebracht. Erst ins Kino, dann als DVD (oder früher als Videokassette) bevor dieser dann ins Pay- und Free-TV wandert.

Mit dem ersten Film „Bubble“ warfen Cuban, Wagner und Soderbergh das bisherige Auswertungsprozederre über den Haufen. Der Konsument konnte sich aussuchen, welche Auswertungsart er bevorzugt und boten den Film zeitgleich im Kino, auf einem Trägermedium für zu Hause oder über HDnet als Pay-Per-View-Ausstrahlung an. Verständlich ist, dass die großen Kinoketten in den USA den Film boykottierten. Ihre Vormachtstellung in der Verwertungsreihenfolge war durchbrochen, denn die Zuschauer mussten nicht zwangsläufig ins Kino rennen um den Film zu sehen.

In diesem Jahr kommt nun „The Girlfriend Experience“ – der zweite Film des Vertrags – heraus und wiederholt liegt es in der Macht des Zuschauers, über welchen der Film gesehen wird. Mit einem Budget von nur 1,7 Millionen US-Dollar und in 16 Tagen gedreht, kann der Film mit Pornostar Sasha Grey dann auch zurecht als No-Budget-Produktion angesehen werden. (Mit dieser Summe lässt sich in Deutschland wunderbar ein qualitativ guter Film produzieren und wäre als Middle-Budget-Werk zu qualifizieren.)

Grey ist dabei fast als einzige professionelle Schauspielerin beschäftigt. Schon wie bei „Bubble“ rekrutierte Soderbergh vor allem Laiendarsteller. Das Filmposter wirbt dann auch nur mit Grey Profil und ein interessante Werbespruch lädt zum Sehen ein:

See it with someone you ****

Ob „The Girlfriend Experience“ in Deutschland zu sehen sein wird, ist noch unbekannt. Auch wenn es keine simultane Auswertung geben würde, ist es aber sehr zweifelhaft, denn auch „Bubble“ ist nur als Import-DVD erhältlich. Dabei haben es beide Werke allein wegen des Namens Soderberghs verdient um den Filmemacher nicht nur wegen seiner Großproduktionen wie der „Oceans“-Reihe oder die beim Filmfestival in Cannes gezeigte Verfilmung der Tagebücher von Ernesto Che Guevara (entweder als ein Film wie auf dem Festival gezeigt oder in „Che“ und „The Argentine“ geteilt) zu bewerten.

Steven Bach ist tot

1. April 2009

Der US-amerikanische Filmproduzent Steven Bach verstarb am 25. März. In die Filmgeschichte ging er wegen seiner Mitverantwortung für das Ende des Hollywood-Studios United Artists als eigenständiges Filmunternehmen ein.

Während Bachs Amtszeit als Head of Worldwide Productions  kamen finanziell erfolgreiche Filme wie die James Bond-Produktion „Moonraker – Streng Geheim“, „Rocky 2“ von und mit Sylvester Stallone oder Woody Allens „Manhattan“ mit dem UA-Logo in die Kinos. Ende der 1970er Jahre war auch künstlerisch eine sehr erfolgreiche Zeit für das Filmstudio. (Jedenfalls wenn Filmpreise wie der Academy Award als Gradmesser für hohe Kunst stehen.)

Martin Scorcesses „Wie ein wilder Stier“ mit Robert De Niro oder „Being There“ mit Peter Sellers als Mr. Chance sahnten Oscars, Baftas, … ab.

Gescheitert ist Bach hingegen mit einem eigentlich todsicheren Film: „Heavens Gate“. Regisseur Michael Cimano war frisch gekürter Oscargewinner für den Antikriegsfilm „Die durch die Hölle gehen“. Man mag es kaum glauben, aber die Darsteller Kris Kristofferson und Christopher Walken waren angesagte Künstler. Und mit der Westerngeschichte bediente United Artists das klassistischte aller amerikanischen Filmgenres. (Auch wenn deren erfolgreiche Zeit schon in den 1960er Jahren endete und auch Streifen wie „Erbarmungslos“ nicht für ein Revival des Genres sorgten.)

Die katastrophale Entstehungsgeschichte dokumentierte Bach dann auch selbst. 1985 erschien das lesenswertes Buch „Final Cut: Art, Money, and Ego in the Making of Heaven’s Gate, the Film That Sank United Artists“ und gehört heute zu den wichtigsten Darstellungen einer einzelnen Filmproduktion. Schon während der Buchveröffentlichung änderte sich die Meinung über „Heaven´s Gate“. Waren die Kritiken ursprünglich sehr negativ, schuf sich der Western durch die unzähligen Wiederholungen im US-amerikanischen Kabelkanal Z-Channel ein große Fanbasis, die sich mit der nach der Uraufführung gekürzten Filmfassung nicht zufrieden gaben. Trotzdem war die Karriere für Regisseur Michael Cimano zu Ende. Denn das ausufernde Filmbudget wird und wurde dem Filmemacher angekreidet.

Auch United Artists verschwand in der gewohnten Form. Kirk Kerkorian, Inhaber von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), kaufte im März 1981 United Artists von deren Mutterkonzern ab und schuf MGM/UA. Die unter anderem von Charlie Chaplin und Mary Pickford 1919 gegründete Filmgesellschaft ist seitdem nur noch ein Schatten ihrer selbst und kann auch nach dem Einstieg des Schauspielers Tom Cruise in die Filmfirma nicht an alte Erfolge anknüpfen.

Sehr sehenswert ist die nach Bachs Buch entstandener TV-Dokumentarfilm „Final Cut: The Making and Unmaking of Heaven’s Gate“ aus dem Jahr 2004.

Empfehlungen:

Einen lesenswerten Nachruf auf Steven Bach lieferte William Grimes in der New York Times (NYT). The HMSS Weblog stellt Bachs Rolle während der Dreharbeiten am 007-Film „Moonraker“ mit Roger Moore dar. Während der 2005er Berlinale wurde dem Publikum die 225 Minuten lange Fassung in restaurierter Form gezeigt. Hier nun das dazugehörige Filmheft als pdf-Dokument.

Blog-Einnahmen im März 2009

1. April 2009

Zum dritten Mal schreibe ich über die Einnahmenseite dieses Blogs. Die Endabrechnung sollte keinen verwundern. Die Einnahmen belaufen sich weiterhin auf 0,00 Euro.

Im Monat März sind die Zugriffszahlen deutlich gesunken, da nur ein einziger Beitrag erschien. Dieser setzte sich dann auch mit den Blog-Einnahmen des Monats Februar auseinander.

Für die nächsten Wochen gelobe ich einen steigenden Output. Sowohl quantitativ, vor allem aber qualitativ soll sich dies bemerkbar machen. Denn langfristig ist ein Ausbau dieses Blogs geplant.

Die Blog-Einnahmen von Medien-Monopoly im März 2009

  • Google AdSense: 0,00$ (+0,00% gegenüber Februar 2009)
  • AdShopping: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Trigami: 0,00 Euro (+0,00 Euro)
  • Contaxe: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Firstload: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Amazon: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Bin-Layer: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Direktvermarktung: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Insgesamt: 0,00 Euro (+0,00%)

Nun folgt eine Auflistung der häufig und weniger häufig angeklickten Beiträge im März.

Die meistgelesenen Artikel auf Medien-Monopoly im März 2009

  1. Top oder Flop? Deutsche Filmrezensionen zu „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“
  2. Brad „Benjamin Button“ Pitt schlägt „Operation Walküre“ mit Tom Cruise um Längen
  3. Blog-Einnahmen im Februar 2009
  4. Bernd Eichinger macht das, was der deutsche Filmproduzent am besten kann
  5. Senator Film hat keine Ausdauer und ändert Geschäftsstrategie

Die am wenigsten gelesenen Artikel auf Medien-Monopoly im März 2009

  1. Batman macht Jagd auf Spider-Man, X-Men und auch die Men in Black
  2. Es geht doch um eine Filmproduktion?!
  3. Seit zwei Jahren NEU: United Artists unter der Ägide von Tom Cruise
  4. In Hollywood wird sich nichts ändern
  5. Dass die ARD die Filmrechte an einer eigenen Produktion kauft, ist keine Nachricht

Blog-Einnahmen im Februar 2009

6. März 2009

Nachdem im Januar erstmals die Einnahmen dieses Blogs veröffentlicht wurden, folgt nun die Auswertung für den zweiten Monat des Jahres 2009. Mit selbständig-im-netz.de, Alexander Langer oder MiFuPa kann ich (noch) nicht mithalten.

Die Blog-Einnahmen von Medien-Monopoly im Februar 2009

  • Google AdSense: 0,00$ (+0,00% gegenüber Januar 2009)
  • AdShopping: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Trigami: 0,00 Euro (+0,00 Euro)
  • Contaxe: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Firstload: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Amazon: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Bin-Layer: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Direktvermarktung: 0,00 Euro (+0,00%)
  • Insgesamt: 0,00 Euro (+0,00%)

Die Anzahl der Besuche und Page Impressions steigt kontinuierlich. Hier die erfolgreichsten und weniger gefragten Artikel im Februar.

Die meistgelesenen Artikel auf Medien-Monopoly im Februar 2009

  1. Top oder Flop? Deutsche Filmrezensionen zu „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“
  2. Brad „Benjamin Button“ Pitt schlägt „Operation Walküre“ mit Tom Cruise um Längen
  3. Bernd Eichinger macht das, was der deutsche Filmproduzent am besten kann
  4. Mittermeier, Carrey und Pitt belegen die ersten Plätze der Kinocharts
  5. Was will Google mit twitter?

Die am wenigsten gelesenen Artikel auf Medien-Monopoly im Februar 2009

  1. Ein Artikel in „Die Welt“ ohne Nachrichtenwert
  2. Batman macht Jagd auf Spider-Man, X-Men und auch die Men in Black
  3. Seit zwei Jahren NEU: United Artists unter der Ägide von Tom Cruise
  4. Dass die ARD die Filmrechte an einer eigenen Produktion kauft, ist keine Nachricht
  5. Im Fernsehen immer zu sehen: Bug, Dog, Watermark, Cornerlogo oder Kanavalogo

Mittermeier, Carrey und Pitt belegen die ersten Plätze der Kinocharts

23. Februar 2009

Drei Wochen ist es her, seit die letzten Zuschauerzahlen veröffentlicht wurden. Die beiden Erstplatzierten stritten sich um die Krone, „Hexe Lilli“ zog mehr Zuschauer in die Kinos, doch Jim Carreys Zuschauer zahlten am ersten Wochenende mehr Geld an der Kinokasse. Die 1-Million-Hürde könnten beide Film schaffen – wenn auch knapp.

Meine Progonose zum diesjährigen Oscarverlierer „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ revidiere ich nun schon zum zweiten Mal. Rund 1,5 Millionen Tickets gingen über die Kinotheke, die Zahl von 1,7 Millionen spukte mir im Kopf herum. Ich zweifel nicht daran, dass Brad Pitt unter der Regie von David Fincher die 2 Millionen Zuschauermarke knacken wird.

(Gespannt bin ich schon auf den 20. August. Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“ mit Pitt in der Rolle des Nazijägers Aldo Raine ist auf deutschen Leinwänden zu sehen. Sieben Monate vor Kinostart bezweifel ich aber, dass die Konstellation Tarantino-Pitt mehr zahlende Zuschauer in die Kinos lockt, als die Kombo Fincher-Pitt.)

Nachdem „36 Stunden“ oder „Taken“, wie die Luc Besson-Produktion im Ausland heißt, phänomenal erfolgreich in den US-Kinos startete, schaffte es der Film mit Liam Neeson in der männlichen Hauptrolle in Deutschland nicht über sechsten Platz hinaus in die Kinocharts. Mehr Resonanz wird der Actionfilm in nachgelagerten Auswertungsfenstern, wie der DVD oder BlueRay-Auswertung bekommen.

Die erfolgreichsten Filme in deutschen Lichtspielhäuser vom 19. bis 22. Februar 2009, dem Oscar-Wochenende.

  1. 230.000 Zuschauer – „Hexe Lilli, der Drache und das magische Buch“ (D, AU, I 2009) – Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
  2. 220.000 Zuschauer – „Der Ja-Sager“ (USA 2008) – Warner Bros.
  3. 170.000 Zuschauer – „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ (USA 2008) – Warner Bros.
  4. 130.000 Zuschauer – „The International“ (USA, D 2009) – Sony Pictures Releasing
  5. 120.000 Zuschauer – „Er steht einfach nicht auf Dich“ (USA 2009) – Warner Bros.
  6. 120.000 Zuschauer – „36 Stunden“ (F 2008) – 20th Century Fox
  7. 100.000 Zuschauer – „Recep Ivedik 2“ (TR 2009) – Kinostar

Was will Google mit twitter?

23. Februar 2009

Google ist ein solch großes Unternehmen (nicht auf die Mitarbeiterzahl bezogen, sondern auf den Börsenwert), dass regelmäßig über die Übernahme von Medien- und Internetfirmen spekuliert werden darf. Nun ist twitter an der Reihe.

Rund 1 Milliarde Dollar soll die drei Jahre alte Firma wert sein. Bisher ist noch kein Erlösmodell vorhanden, erste Ideen tauchten aber in den letzten Wochen auf. Doch die Nutzerzahlen steigen rasant.

Falls sich Google jetzt twitter unter den Nagel reißt, spricht dies nicht für die firmeninternen Innovationsmöglichkeiten. Erst kürzlich schloss der Marktführer in der Online-Werbung seinen Konkurrenzdienst Jaiku. Nicht alles was im Google-Imperium entsteht, hat also zukünftig auch eine Chance.

Nils Jakobson stellt sich zwei Finanzierungsmöglichkeiten für twitter vor: Der schon diskutierte Premiumaccount und/oder regelmäßig Werbetweets zwischen dem eigenen Gezwitscher. Ersteres halte ich für nicht lukrativ. Auch bei textbasierter Werbung bleibe ich erst einmal skeptisch, schätze aber in diesem Bereich Googles know-how sehr.

„Slumdog Millionär“ ist der Oscargewinner 2009

23. Februar 2009

Danny Boyles indisches Aufsteigermärchen „Slumdog Millionär“ sammelte insgesamt sieben goldene Trophänen bei der Oscarverleihung 2009 ein und war somit der Gewinner des gestrigen Abends. Als „[g]roße Versammlung angewandter Industriedummheit“ wird die Preisverleihung schon mal benannt, doch erfahren die Oscars weltweit die größte mediale Aufmerksamkeit für einen Fimpreis.
Mit dem eindeutigen Votum überrascht mich die Academy of Motion Pictures and Arts (AMPAS). Mein persönlicher Favorit war die dritte Zusammenarbeit zwischen Regisseur David Fincher und Schauspieler Brad Pitt.

Hier die Konstellation vor der Preisverleihung:

  • „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ von David Fincher: 13 Nominierungen
  • „Slumdog Millionär“ von Danny Boyle: 10 Nominierungen
  • „Milk“ von Gus Van Sant: 8 Nominierungen
  • „The Dark Knight“ von Christopher Nolan: 8 Nominierungen
  • „Der Vorleser“ von Stephen Daldry: 5 Nominierungen
  • „Frost/Nixon“ von Ron Howard: 5 Nominierungen
  • „Glaubensfrage“ von John Patrick Shanley: 5 Nominierungen
  • „Zeiten des Aufruhrs“ von Sam Mendes: 3 Nominierungen
  • „Der fremde Sohn“ von Clint Eastwood: 3 Nominierungen
  • „The Wrestler“ von Darren Afronofsky: 2 Nominierungen
  • „Die Herzogin“ von Saul Dibb: 2 Nominierungen
  • „Vicky Christina Barcelona“ von Woody Allen: 1 Nominierung

Und nun was am Ende des Abends davon übrig blieb:

  • „Slumdog Millionär“ von Danny Boyle: 8 (-2)
  • „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ von David Fincher: 3 (-10)
  • „Milk“ von Gus Van Sant: 2 (-6)
  • „The Dark Knight“: 2 (-6)
  • „Vicky Christina Barcelona“: 1 (0)
  • „Die Herzogin“: 1 (-1)
  • „Der Vorleser“ von Stephen Daldry: 1 (-4)
  • „Glaubensfrage“: 0 (-5)
  • „Frost/Nixon“: 0 (-5)
  • „Zeiten des Aufruhrs“ von Sam Mendes: 0 (-3)
  • „Der fremde Sohn“ von Clint Eastwood: 0 (-3)
  • „The Wrestler“ von Darren Afronofsky: 0 (-2)