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Vor „Fast & Furious“ kam „Der Kaufhaus Cop“

8. April 2009

Das letzte Kinowochenende im März zeigte keinerlei Überraschungen: „Der Kaufhaus Cop“ belegte den ersten Platz in den deutschen Filmtheatern und verkaufte insgesamt rund 471.000 Kinotickets. Der sich selbst spielende Mario Barth verlor rund 40 Prozent Zuschauer gegenüber der ersten Kinowoche und ist mit rund 1.284.000 Zuschauern der bisher erfolgreichste deutsche Film des Jahres 2009. Dafür kann man das Kinopuklikum aber nicht loben.

Interessant sind die Plätze drei und vier. Werden die Zuschauerzahlen berücksichtigt, steigt der Mädchenfilm „Prinzessin Lillifee“ als Neustart auf dem dritten Platz in den Kinocharts ein. Danny Boyles mehrfacher Oscargewinner „Slumdog Millionär“ verkaufte rund 43.000 Tickets weniger, doch muss man für das indische Märchen deutlich mehr Geld an der Kinokasse lassen. Mein lokales Kino schlug bei einer Länge von 120 Minuten gleich einen Überlängenaufschlag von 0,50 Euro auf den normalen Preis und außerdem werden Filme für Erwachsene eher zu späteren Stunden gesehen, weshalb auch der Ticketpreis höher ist.

Als phänomenal kann dann auch die Relation zwischen Einspielergebnis und Anzahl an Filmkopien bezeichnet werden. „Slumdog Millionär“ schafft mit deutlich weniger Kopien (270) höhere Einnahmen, als „Prizessin Lillifee“ (506 Filmkopien). Damit beweist Prokino ein gutes Gespür für die richtige Auswahl der bespielten Kinos, während Universum Film ihren Film breitmöglichst am Filmmarkt anbot.

Die erfolgreichsten Filme in deutschen Lichtspielhäusern vom 26. bis 29. März 2009.

  1. 471.000 Zuschauer – „Der Kaufhaus Cop“ (USA 2009) – Sony Pictures
  2. 413.000 Zuschauer – „Männersache“ (D 2009) – Constantin Film
  3. 285.000 Zuschauer – „Prizessin Lillifee“ (D 2009) – Universum Film
  4. 243.000 Zuschauer – „Slumdog Millionär“ (USA 2008) – Prokino
  5. 112.000 Zuschauer – „Der Vorleser“ (USA, D 2008) – Senator Film

Mittermeier, Carrey und Pitt belegen die ersten Plätze der Kinocharts

23. Februar 2009

Drei Wochen ist es her, seit die letzten Zuschauerzahlen veröffentlicht wurden. Die beiden Erstplatzierten stritten sich um die Krone, „Hexe Lilli“ zog mehr Zuschauer in die Kinos, doch Jim Carreys Zuschauer zahlten am ersten Wochenende mehr Geld an der Kinokasse. Die 1-Million-Hürde könnten beide Film schaffen – wenn auch knapp.

Meine Progonose zum diesjährigen Oscarverlierer „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ revidiere ich nun schon zum zweiten Mal. Rund 1,5 Millionen Tickets gingen über die Kinotheke, die Zahl von 1,7 Millionen spukte mir im Kopf herum. Ich zweifel nicht daran, dass Brad Pitt unter der Regie von David Fincher die 2 Millionen Zuschauermarke knacken wird.

(Gespannt bin ich schon auf den 20. August. Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“ mit Pitt in der Rolle des Nazijägers Aldo Raine ist auf deutschen Leinwänden zu sehen. Sieben Monate vor Kinostart bezweifel ich aber, dass die Konstellation Tarantino-Pitt mehr zahlende Zuschauer in die Kinos lockt, als die Kombo Fincher-Pitt.)

Nachdem „36 Stunden“ oder „Taken“, wie die Luc Besson-Produktion im Ausland heißt, phänomenal erfolgreich in den US-Kinos startete, schaffte es der Film mit Liam Neeson in der männlichen Hauptrolle in Deutschland nicht über sechsten Platz hinaus in die Kinocharts. Mehr Resonanz wird der Actionfilm in nachgelagerten Auswertungsfenstern, wie der DVD oder BlueRay-Auswertung bekommen.

Die erfolgreichsten Filme in deutschen Lichtspielhäuser vom 19. bis 22. Februar 2009, dem Oscar-Wochenende.

  1. 230.000 Zuschauer – „Hexe Lilli, der Drache und das magische Buch“ (D, AU, I 2009) – Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
  2. 220.000 Zuschauer – „Der Ja-Sager“ (USA 2008) – Warner Bros.
  3. 170.000 Zuschauer – „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ (USA 2008) – Warner Bros.
  4. 130.000 Zuschauer – „The International“ (USA, D 2009) – Sony Pictures Releasing
  5. 120.000 Zuschauer – „Er steht einfach nicht auf Dich“ (USA 2009) – Warner Bros.
  6. 120.000 Zuschauer – „36 Stunden“ (F 2008) – 20th Century Fox
  7. 100.000 Zuschauer – „Recep Ivedik 2“ (TR 2009) – Kinostar

Tom Cruise überlebt den deutschen Kinostart von „Operation Walküre“

27. Januar 2009

Das erste Wochenende in deutschen Kinosälen hat Tom Cruise überlebt. In der Berichterstattung über die Kinohitparade von Spiegel Online wird „Valkyrie“ wie der Bryan Singer-Film im englischen Original heißt, zwar als wirtschaftlich enttäuschender Kinostart bezeichnet, doch warte ich erst einmal das 2. Wochenende ab. Falls das Interesse um nicht mehr als 30 Prozentpunkte sinkt – sprich mindestens 223.000 Kinotickets gelöst werden – würde ich den Film als Erfolg in Deutschland feiern. Erfolg bezieht sich aber nur auf die wirtschaftliche Seite der Medaille.

Anzumerken ist allerdings, dass die United Artists-Produktion seit ihrem Kinostart in den USA an keinem einzigen Tag das meiste Geld einspielte und auf Platz Nummer 1 der Box-Office-Charts war, trotzdem schon bei einer Summe von knapp 81 Millionen Dollar (Stand: 26. Januar 2009) steht.

Und auch wenn es Tom Cruise weder in seinem Heimatland, noch in Oliver-Pocher-verarscht-Cruise-und-Stauffenberg-und-bekommt-dafür vom SWR-Rundfunkrat-einen-auf-Deckel-Deutschland geschafft hat, den ersten Platz zu erreichen: Weltweit war „Walküre“ mit 13,2 Millionen Dollar der erfolgreichste Film außerhalb Nordamerikas.

Meine Prognose für die gesamte Spieldauer in Deutschland: 1 Million Kinozuschauer.

Hier nun die Auflistung der sechs Filme mit den meisten Kinozuschauer von Donnerstag, den 22. Januar bis Sonntag, den 25. Januar 2009.

  1. 387.000 Zuschauer – „Twilight“ (USA 2008) – Concorde Filmverleih
  2. 319.000 Zuschauer – „Operation Walküre: Das Stauffenberg-Attentat“ (USA, Deutschland 2008) – 20th Century Fox of Germany
  3. 297.000 Zuschauer – „Bolt“ (USA 2008) – Buena Vista International
  4. 142.000 Zuschauer – „Transporter 3“ (Frankreich 2008) – Universum Film/ Buena Vista International
  5. 139.000 Zuschauer – „Sieben Leben“ (USA 2008) – Sony Pictures Releasing
  6. 95.000 Zuschauer – „SAW 5“ (USA, Kanada 2008) – Kinowelt Filmverleih

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